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Berlin
- Menschen, Geschichten, Locations |
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Berliner Salonkultur
Von Perlhuhnbrust bis Podewil
Die Berliner Salonkultur boomt. Kaum geht ein Salon ein, schießen zwei neue aus dem Boden. Geistreiche, zumeist blonde Salonièren lenken die gepflegten Gespräche. Reicht bei Britta Gansebohm schon eine Eintrittskarte, wird im "Berliner Zukunftssalon" handverlesenen jungen Führungskräften nur mit persönlicher Empfehlung Eintritt gewährt. Die "Surfpoeten" und "Theodoras Literatursalon" sind im Netz allen zugänglich, ihre Betreiber bleiben oft virtuell.
In der neuen Berliner Salonszene sind wieder treibende, kulturell bewegende Kräfte am Werk. In ihnen wird Neues gedacht und besprochen, aber es geht auch um Geschäfte, Intrigen und Kontakte, um Sehen und Gesehen werden. Damit knüpfen sie an eine jahrhundertealte Tradition an, die für tolerante Atmosphäre und halb-öffentliche Kulturpolitik steht...
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aktuell |
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Melancholie im Kunstbad |
| Kampf ums Ende der Trockenzeit
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Im Areal zwischen Prater und Kollwitzplatz befindet sich das Stadtbad Oderberger Straße. 1902 als Volksbadeanstalt Prenzlauer Berg eröffnet, hat der monumentale Bau seit Jahren weder Wasser noch Leute gesehen. Eine Genossenschaft aus Enthusiasten will das nun ändern...
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Grüne Frauenförderung |
| Starke Frauen weltweit
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Ob in Afghanistan, Brasilien, Südafrika oder Berlin: Frauen bestimmen über ihr Leben selbst. Das ist das Ziel der 1997 gegründeten Berliner Heinrich-Böll-Stiftung. Die Vorstandsvorsitzende Barbara Unmüßig erklärt, wie die politische Stiftung dafür sorgt...
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mehr... |
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| Porträt: Delia Pereira-López |
| Mit Pinsel und Putztuch
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Delia Pereira-López ist keine Putzfrau, die malt, sondern eine Künstlerin, die putzt. Die 46-jährige Argentinierin arbeitet als "Raumpflegerin", um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Delia P. wurde durch den Dokumentarfilm "Der Glanz von Berlin" bekannt, der drei Berliner Putzfrauen porträtiert...
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| Stadtführung mit Frauenaugen |
| Berliner Frauengeschichte(n) nacherleben
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| Selbst denen, die vermeintlich jede Ecke Berlins kennen, kann Claudia von Gélieu noch Neuigkeiten erzählen. Ob Sophie Charlotte, Milchmädchen oder die Frauenbewegung - Frauentouren durch Berlin beleuchten die weibliche Seite der Geschichte...
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| Live Musik und DJ´s |
| Junction Bar
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| Die Junction Bar ist ein kleiner feiner Jazzclub unter der Erde Kreuzbergs. Hier gibt es jeden Abend Livemusik, ob nun Jazz, Rock, Soul oder Funk. Nach den Liveacts hält ein DJ das Publikum bis zum Morgengrauen in Bewegung...
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| Die Tadshikische Teestube |
"Tee trinken heißt die Welt vergessen"
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Tee aus aller Welt, serviert nach dem Ritual des Landes, und Märchen aus dem Orient bietet die Tadshikische Teestube in Berlin Mitte. Dieser Geheimtipp entführt jeden aus der hektischen Hauptstadt in eine erholsame Zeitlosigkeit...
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Tipp |
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| Trinkwasser in Berlin
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| Trinkwasser. Wir kochen damit, waschen Wäsche, duschen und baden. Manchmal trinken wir es auch. Dabei ist das Trinkwasser in Berlin besonders gesund. Es enthält große Mengen an lebenswichtigen Mineralien. Trinkwasser ist ein Naturprodukt ohne chemische Zusätze - ein wahres Lebenselixier... |
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Kolumne |
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| Die Berlinerin |
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"Denkst Du denn, Du Berliner Pflanze, denkst Du denn, ick liebe Dir, nur weil ick mit Dir tanze..." Frech und spröde ist sie, wird ihr nachgesagt. Auch wild, schlampig, undiszipliniert, sexuell freizügig und unkonventionell, manchmal prätentiös. Sie weiß, vor allen Dingen, was sie nicht will: Sich festlegen lassen. Sie hat ein sehr eigenes Modebewußtsein, liebt es grell oder klassisch. Das kleine Schwarze kann schon mal rot sein. Bequemlichkeit ist ihr wichtig. Sie mag High Heels und Birkenstocksandalen. Sie tönt ihre Haare in allen möglichen und unmöglichen Farben.
Sie kommt aus Spandau, Istanbul, Warschau oder Landshut. Sie lebt, liebt, lacht, leidet und arbeitet in der Hauptstadt. Sie ist die Berlinerin. Sie ist mal jung, mal alt. Sie lebt alleine oder hat Familie. Oft ist sie geschieden. Sie ist Künstlerin oder jemandens Muse. Manche sind berühmt und beliebt, andere einsam. Die Berlinerin ist intellektuell und belesen. Manche sind oberflächlich und interessieren sich für gar nichts. Es gibt hübsche und nichts sagende Berlinerinnen. Manche machen Diät, andere lieben Currywurst. Immer mehr kaufen im Bioladen. Manche gehen einer gehobenen Tätigkeit am Potsdamer Platz nach, manche schuften am Fließband oder putzen in der Friedrichstraße.
Die Berlinerin kauft im KaDeWe und bei Lidl. Sie liebt Buchläden und Woolworth. Manche tummeln sich in Museen, Theatern und Galerien. Andere hängen vorm Fernseher ab oder besuchen einen Volkshochschulkurs. Manche machen Seidenmalerei oder joggen. Tagsüber sind sie Arbeitsbienen, abends Tanzbären oder verhuschte Kirchenmäuse. Berlinerinnen sind phantastische Phantasten. Sie sind neugierig, pragmatisch, vielseitig, großzügig, kreativ, lustbetont, experimentier- und risikofreudig.
Voilá - die Berlinerin.
Lucie Mai |
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