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Kult
- Zeitgeist, Kunst, Unterhaltung
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Frauen multimedial
Alltag als Kunstimpuls
Mit Stricknadel oder Bits aus dem Computer - Frauen verknüpfen Alltagsthemen verstärkt durch Medien. Patricia Waller häkelt gebratene Hühner, und Stefie Steden entwirft "Partnerbilder" am Computer. Sabine Kunthoff zeigt ihr Inneres durch "Frau Chanel" per Video, und Celine Babiole veranlasst Besucher des Potsdamer Platz' zu Bildschirmtänzen. Gemeinsames Motto: Vielfalt im Leben - Vielfalt in der Kunst.
Ob mit psychologischem, politischem oder ironischem Anspruch - Frauen suchen nach neuen Ausdrucksformen für ihr Leben in der Informationsgesellschaft. Die alte Stricknadel und der funktionale Computer, beide sind nur ein Vehikel dafür...
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aktuell |
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Die Beerdigung als Fest |
Hitparaden-Musik auf dem Friedhof
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Eine Party auf dem Friedhof, ein knallbunter Sarg im Grab - immer öfter gehören Farbe und Musik zum letzten Abschied. Die Malerin Marlies-Kathrin Föllmer und die Eventmanagerin Claudia Marschner machen den Tod farbig...
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Künstlerische Modeshow |
| Mode ist eine Hure
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Der halbnackte Arsch einer Punkerin zuckt zu Techno-Klängen beim Abseilen vom U-förmigen Laufsteg. Menschen in gelb-braun-gestreiften Bienenmänteln erklimmen die Leiter am anderen Ende. Ironisch nimmt die Modeschöpferin Elisabeth Prantner in ihrer Bühnenshow "Bienen" Lifestyle-Kleidung unter die Lupe...
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mehr... |
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| Frauensalsaband |
| Salsa im Blut
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Seit vier Jahren macht eine Berliner Frauenband erfolgreich die Salsaszene unsicher. Auf dem Internationalen Jazzfestival in Havanna wurden Clarissa Y Las Diablitas wie Stars gefeiert...
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| Pionierin der Medienkunst |
| Achselzucken und Beunruhigung
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Früher wälzte sich die Medienkünstlerin VALIE EXPORT schon mal in Glasscherben. Nackt kroch die Wahlwienerin auf allen vieren durch einen Korridor aus Stromdrähten bis sie zusammenbrach. Jetzt ist das Lebenswerk der Provokateurin von einst und heutigen Kunstprofessorin in Berlin zu sehen...
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| Interview mit der Künstlerin Patricia Waller |
| Häkeln statt Schweißen
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| Das kleine Kind liegt hilflos blutend neben seinem Fahrrad am Boden. Keine Angst: Rad, Kind und Blutlache sind gehäkelt. Patricia Waller geht mit ihren dreidimensionalen gehäkelten Kunstobjekten völlig neue Wege...
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| Fotos bedeutender Frauen |
| Ruhmeshalle für Europäerinnen
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Ganz nah ran und überlebensgroß - das ist Bettina Flitners Blick auf "66 + 6" bedeutende Europäerinnen. Die EMMA-Fotografin will bis 2004 diese Porträts in einer "Hall of Fame" versammeln. Marion Gräfin Dönhoff, Franka Potente und 45 andere Frauen blickten die Berliner schon im September 2002 von oben an...
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| Nachhaltiger Filmblick |
| Filmen für die nächste Generation
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Zackig wirft ein junger Mann die Plastikflasche durch den Basketballkorb direkt in die darunterliegende Kiste. “Just do it“ lautet der Slogan eines Kinospots, der im Rahmen des Berliner Studienprojekts "Nachhaltiger Filmblick" entstanden ist. Insgesamt 28 Studenten verschiedener Fächer interpretieren und filmen Werbeslogans neu. "Zum positiven Lifestyle durch Konsumverzicht" - so lautet eine ihrer Botschaften für Jugendliche...
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Tipp |
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| Teddy in Aspik
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Joseph Beuys, der Mann mit dem Hut, wurde dank Butter, Fett und Filz zu einem der erfolgreichsten bildenden Künstler der Gegenwart. Professor Gunter von Hagen geht mit Silikon und zersägten Leichen noch einen Schritt weiter: Seine umstrittenen "Körperwelten" touren gegenwärtig mit allergrößtem Erfolg rund um den Erdball. dieBerlinerin weiß: das kann Frau besser. Unser Tipp für den nächsten Crossover-Welterfolg: Teddy-Bären-Plastinate, Kuscheltiere als unvergängliche Kunstwerke...
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Kolumne |
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| Jonglieren mit den "K´s" |
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| Frauen leben im permanenten Spagat: Zwischen den klassischen drei "K´s" Kinder, Küche und Karriere mit ihren gegenseitig unvereinbaren Anforderungen. In der modernen Informationsgesellschaft kommen noch Kult, Kultur und Computer dazu. Frau sein bedeutet, zwischen immer mehr Welten jonglieren zu müssen.
Jonglieren aber will gelernt sein: Spielerisch, mit gezieltem, systematischen Training, mit konstruktiven Rückmeldungen und positiver Motivation. Passiert das ausreichend? Frauenräume, verborgene Museen und spezielle Förderpreise: Das waren die Antworten der Feministinnen auf das Problem. Diese Instrumente der Förderung von Frauen greifen immerhin. Es gibt mehr Frauen, die Kunst machen, sie auch ausstellen und verkaufen.
Mit dem Internet geht jetzt alles noch einfacher, so scheint es zumindest. Alles lässt sich veröffentlichen: Auf der eigenen Homepage, per Link und im Netzwerk mit anderen. Bleibt nur das Problem gefunden zu werden. Die kommunikativen Frauen schmeißen sich auf die interaktive Seite des neuen Mediums: Füllen Sie meine Umfrage aus, machen Sie im Web bei meinem Projekt mit, dann werden sie mit ganz vielen anderen vernetzt.Wer will nicht andere kennen lernen? Alles ist möglich - scheinbar aber nur, eben virtuell.
Das Jonglieren zwischen den Welten ist nicht leichter geworden, gilt es doch den zusätzlichen Anforderungen auch noch gerecht zu werden. Kultig am Computer sitzen - die alten Probleme aber bleiben. Innere Befindlichkeiten und Zustände wollen ausgedrückt werden, erst dann können sie bearbeitet werden.Welches Medium dabei am besten hilft? Wer weiß? Schreien im Wald wird auch nicht mehr gehört als Schreien im Netz. Ob es sich Kunst nennt oder nicht, ändert daran nichts. Vielfalt in der Kunst macht das vielfältige Leben nicht leichter.
Eva Herbst
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