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Markt - Lifestyle, Finanzen, Kaufrausch
     
   
  Schmucktrends  
  Weniger ist mehr – Qualität ein Muss  
     
  Ricarda Weller

Haben Sie in letzter Zeit einmal hämisch ihrer Freundin zugegrinst, als Sie einen "wandelnden Tannenbaum" sahen? Sie hatten Recht. Übermäßiger Schmuckbehang ist auch in diesem Jahr ausschließlich die Domäne geltungssüchtiger Paradiesvögel. Die wahre Lady belässt es bei wenigen, aber erlesenen Stücken.
 
   
  Viele kleine Steinchen  
     
  Paveé heißt das Zauberwort der Saison. Der Trend kommt aus Italien. Viele enggefasste, kleine Farbsteinchen (Rubin, Smaragd, Saphir) werden vorwiegend in Gelbgold zu einem Schmuckstück verarbeitet. Die Bündelung der unzähligen Facetten auf kleinstem Raum ergibt ein faszinierendes Lichtfeuerwerk. "Durch die Farbigkeit haben die Damen mehr Möglichkeiten, sich den Schmuck passend zum Kostüm oder zur Abendrobe auszusuchen", meint Ronald Sedlatzek, der im letzten Jahr das Traditionsgeschäft am Kudamm "Axel Sedlatzek" von seinem Vater übernommen hat.

"Völlig aus der Mode", so Sedlatzek, "ist dagegen der Cabouchonschliff" (größere, ovale Steine, deren Oberfläche rund geschliffen ist). Lediglich für Steine, die eine schwache Farbe haben wie Aquamarin, Topas oder Beryll, wird noch immer eine Art Cabouchon verwendet. Beim "Cab Top" wird die ovale, rund gefasste Oberfläche poliert, aber die Unterseite facettiert, so dass sich das einfallende Licht in den Facetten spiegeln kann. Auch der Brillantsolitär ist laut Sedlatzek noch immer ein "must have, der Ring fürs Leben, und für jede Frau ein bleibendes Erinnerungsstück".

 
     
  Was passt zum Paillettenkleid?  
     
  "Möglichst kein Collier", sagt Alexandra von Wangenheim, Geschäftsführerin von Cartier in Berlin. "Dafür lieber große, ausdrucksvolle, das Gesicht unterstreichende Ohrringe. Eine schöne Uhr und ein passender Ring vervollständigen das Bild." Auch bei Cartier sieht man in diesem Jahr mehr Farbsteine. Die neue Kollektion ist asiatisch inspiriert, sehr filigran und anmutig.

"Der Trend zum Weißgold geht zurück", meint Alexandra von Wangenheim. "Gelbgold ist jetzt sehr aktuell." Außerdem sei bei den Kundinnen ein verändertes Kaufverhalten zu bemerken. Nicht mehr so viele kleine, sondern wenige, dafür aber qualitativ hochwertigere Stücke würden gekauft. "Es ist nicht mehr angesagt, an jedem Finger einen Ring zu tragen. Ein einziger, richtig schöner ist viel kleidsamer." Der könne dann ruhig ein wenig größer ausfallen.
 
     
  Die richtige Uhr zur richtigen Zeit  
     
  Am Tage muss man wissen, was die Stunde geschlagen hat. Große Uhren mit gut lesbaren Zifferblättern schmücken das Handgelenk der modernen Frau. Selbst Herrenuhren bleiben nicht von weiblichen Übergriffen verschont. Wer einen Partner hat, kann also mit einer kleinen "Anleihe" richtig Geld sparen. Das ist auch nötig, denn die Uhren für den Abend sind klein aber fein. So, als sollte demonstrativ gezeigt werden, dass es egal ist, wie spät es ist, sind die Zifferblätter winzig und kaum lesbar.

"Dafür wird die Uhr an sich zum Schmuckstück", sagt Kate Merkle, Geschäftsführerin des Schweizer Edeljuweliers Bucherer am Kurfürstendamm. Ob ausgefasst mit Diamanten, oder schlicht nur in Gold, edel sollte sie sein, die Abenduhr. Wie zum Beispiel die Uhren der Linie "Ice-cube" von Chopard. Die Ice-cube Kollektion reicht von Gold mit Lederarmband über Gold mit Farbsteinen und Diamanten bis zum vollständig mit Diamanten ausgefasstem Kleinod (900.000  Euro).
 
     
   
     
   
     
   
     
   
     
   
     
 
 
   
  25.02.2003  
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Axel Sedlatzek
Kurfürstendamm 45
10719 Berlin

Tel. 030-881 16 27


Bucherer
Kurfürstendamm 26 A
10719 Berlin

Tel. 030-880 40 30
E-Mail info@bucherer.de

 

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www.zeitgefuehl.de