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| Kleider machen Frauen | ||||||
| Wer sich gut anzieht, gewinnt | ||||||
| Ute Bahns | ||||||
| Wie man sich kleidet, so hat man Erfolg! Alle Frauen wissen das. Hier wird mit Tricks und Tipps gearbeitet. Experten der Mode- und Arbeitswelt äußern sich. Wie bekommen Frauen ihren Lieblingsjob? – Machen Kleider immer noch Leute? |
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| Jede Frau kann Cinderella sein | ||||||
Küsst man einen Frosch, wird ein Prinz draus. Doch was ist mit Aschenputtel? Wie wird aus ihr eine Prinzessin? "Kein Kunststück", meint Mode-Expertin Jessica Kauffmann. In ihrer Boutique "Jessica" in Berlin-Schöneberg werden Frauen in puncto Kleidung stilsicher beraten. Doch das ist nicht alles. Die Gespräche drehen sich auch um Make up und Frisur. "Alles muss eben stimmen", meint die Inhaberin. Sie überlegt und kommt zu dem Schluss: "Von außen strahlen ist das eine, doch von innen leuchten ist das berühmte <i-Tüpfelchen>." Denn: Auch eine große Portion Charme gehört dazu. Nichts wirkt überzeugender als die angeborene Ausstrahlung, meint Modefrau Jessica Kauffmann.
"Guter Geschmack ist eine Bildungssache", erklärt die Modegestalterin Regina Georgiew. "Leider gibt es keine Kurse an der Schule oder Universität, denn Geschmack muss gelernt werden", bedauert sie. Denn jeder Mensch ist eine Persönlichkeit, und Kleider haben eben |
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| Beratung gibt es viel | ||||||
Vom passenden Outfit über die richtigen Farben bis hin zur Körpersprache reicht das Beratungsangebot des Kompetenzzentrums für Frauen in Berlin-Charlottenburg. "Garderobe und das sichere Auftreten in dieser Kleidung bedingen einander", so die Leiterin Brigitte Kippe. Wenn es um Jobsuche geht, soll man das nagelneue Kostüm vorher schon zu Hause Probe tragen oder zu einem weniger wichtigen beruflichen Anlass anziehen. "Passen Sie auf, dass Ihr Deo nicht versagt!", oder "Setzen Sie sich ganz in den Stuhl hinein, nicht nur auf die Stuhlkante!" Das Berater-Team von Frau Kippe gibt viele Anregungen. Denn: Die Körpersprache verrät viel. "Wer eine Prinzessin sein will, darf nicht wie eine Bettlerin sitzen", so Kippe.
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| Herr Keller und Herr Knigge | ||||||
Schon Gottfried Keller als erster Kleider-Psychologe wusste: "Kleider machen Leute." Vor 130 Jahren (1872) beschrieb er in seinem Roman, wie eng Erfolg und Aussehen miteinander verkuppelt sind. Ein Klassiker, der für jedes Schulkind Pflichtlektüre ist. Und trotzdem: Die Berliner und die Mode – ein schwieriges Kapitel. Die Hauptstadt gilt bundesweit als Schlusslicht, was gutangezogene Leute betrifft. Die Hamburger mit ihrer sportlich-eleganten Kleidung gelten als Vorbild wie auch die Münchner und natürlich im Ausland die Mailänder, berichtet Jessica Kauffmann.
"Die Optik des <ersten Auftritts> ist entscheidend", behauptet Image-Beraterin Anne Kräuchi. Sie hat als Profi den messerscharfen Blick nicht nur für die "richtige" Kleidung, sondern auch für alle Nuancen der Gesamterscheinung. Denn: Den "ersten Auftritt", wie der Name schon sagt, gibt es nur einmal. In der Freizeit geht’s in puncto Kleidung sportlich bis salopp zu. Doch wie modisch darf es am "Je höher die Position, desto dezenter und formaler muss das Outfit sein", weiß Bärbel Orphal als ehemalige Arbeitsvermittlerin vom Arbeitsamt Berlin-Mitte zu berichten. Es gibt eine unausgesprochene Kleiderordnung für jede Branche. Deshalb ihr Rat: "Ohne Recherche läuft nichts. Man sollte genau wissen, wie <der Hase bei der Firma läuft>." So kann man Rückschlüsse auf die "richtige" Kleidung für ein Vorstellungsgespräch ziehen. Und wer immer noch nicht weiß, was los ist, der schlage im "Knigge" von 1788 nach, dem Standardwerk über gutes Benehmen und guten Ton. Dort steht: "Zeichne dich weder durch altväterliche, noch jede neumodische Torheit nachahmende Kleidung aus." |
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| 25.02.2003 | ||||||
| © by dieberlinerin 2003 | ||||||
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