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Markt - Lifestyle, Finanzen, Kaufrausch
     
  Flotte Flitzer  
  Die wahren Frauenautos
 
     
 

Ricarda Weller

 
     
  Träumen Frauen vor allem von großen Familienkutschen? Werden sie allenfalls mal gebraucht, um mit ästhetischem Feinsinn bei der Farbwahl zu helfen? Richtig: Frauen denken praktischer und ästhetischer, aber das schließt puren Autogenuss längst nicht aus. Wir haben uns Frauen-Autos der Extraklasse angeguckt.
 
     
  Die raffinierte Luxuskatze  
     
  Der Jaguar XK8 fesselt den Blick durch seine selbstbewussten, sinnlichen Formen. Die Linienführung erinnert an die gespannten Muskelpakete einer sprintenden Raubkatze. Er ist ganz offensichtlich ein direkter Nachkomme der legendären Jaguar Rennsportwagen. Auch die technischen Daten sind eindrucksvoll: Ein neu entwickeltes 4,2 Liter-V8 Kompressoraggregat mobilisiert satte 395 PS. Die dynamische Stabilitätskontrolle DSC kontrolliert den Griff der Räder und optimiert die Beschleunigung. Der elektronische Bremsassistent verbessert die Reaktionszeit und verkürzt so den Bremsweg. 

Optimalen Insassenschutz garantiert mit seinem Netz von Sensoren das von Jaguar entwickelte  Rückhaltesystem. Mit der leichtgängigen, adaptiven 6-Gang-Automatik beschleunigt der XK8 in 6,6 Sekunden von null auf hundert. Aus Sicherheitsgründen ist seine Geschwindigkeit auf angenehm zu fahrende 250 Stundenkilometer begrenzt.

Der Innenraum ist sportlich funktionell, aber keineswegs spartanisch gestaltet. Die Armaturentafel ist handgearbeitet und wahlweise in Vogelahorn oder Walnusswurzelholz zu haben. Sport- oder Classic-Sitze mit lederbezogenen Polstern komplettieren das Ganze. Lediglich der etwas klein geratene, ledergefasste Aschenbecher auf der Konsole zwischen den Vordersitzen erweist sich als extrem unpraktisch. Für Nichtraucherinnen und solche, die es werden möchten, ist der Jaguar XK8 mit einem Preis ab 81.080 Euro durchaus sein Geld wert.

 
     
  Die aggressive Giftschlange  
     
  Die neue Viper SRT-10 von Dodge ist eine Extremsportlerin und erwartet derartige Qualitäten auch von ihrer Dompteuse. Ein Druck auf den roten Startknopf lässt sie mit kehligem Fauchen erwachen. Zornig brüllend schießt die Viper in knappen vier Sekunden mit 530 PS Schub von null auf hundert. Das Zehnzylinder-Aggregat aus Aluminium bringt die impulsive Sprinterin auf ungezähmte 304 Stundenkilometer. Die knackige Sechsgang-Schaltung reagiert ein wenig hakelig und braucht die harte Hand einer erfahrenen Pilotin. Starke Bremsen bändigen das Temperament der Viper. 

Im sportlich kargen Hartplastiklook präsentiert sich der Innenraum. Der pure Fahrcharakter wird mit keinerlei Komfortausstattung verwässert. Auch das Faltdach kommt ohne Elektronik aus. Von Hand wird das zweifach faltende Gestänge hinter den beiden massiven Überrollbügeln versenkt.

Mit 1,91 Meter Breite und einer Länge von 4,46 Metern erregt die Viper die ihr gebührende Aufmerksamkeit. Ihre grimmig blickenden Scheinwerfer scheuchen mit Sicherheit jedes andere Fahrzeug in Windeseile von der Überholspur. Leicht ist die Diva nicht zu haben. Die erste Jahresproduktion ist bereits ausverkauft. Ende 2003 können die europäischen Badgirls den Hardcore-Sportwagen für circa 100.000 Dollar ordern.

 
     
  Die intelligente Sprinterin  
     
  Die Corvette von Chevrolet bietet serienmäßig luxuriöse Technik vom Feinsten. Klimaanlage, extrahelle Halogenscheinwerfer, Sportsitze mit integrierter Memoryfunktion und aufblasbarer Lendenwirbelstütze, eine edle BOSE Stereoanlage und vieles mehr sind in der Grundausstattung bereits enthalten. 

Die wichtigsten Motordaten werden direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. So bleibt der Blick der Fahrerin auf die Straße gerichtet. Ein Driver Information Center (DIC) unterhalb des Instrumentenblocks zeigt fortlaufend die aktuell gemessenen Fahrzeugwerte an. Die Zündkerzen haben Spitzen aus Platin. Bis zu einer Fahrleistung von 165.000 Kilometern ist daher keine Wartung erforderlich.

Der 5,7 Liter V8 Motor bringt das wendige Alu-Ross in knappen fünf Sekunden von null auf hundert. Imposant röhrend erreicht die Hochleistungssprinterin eine Geschwindigkeit von 274 Stundenkilometern. Der Innenraum ist sportlich, aber doch bequem gestaltet. Mit diversen Novitäten präsentiert sich hier die neueste Sicherheitstechnik. Für 61.000 Euro ist das All-inclusive-Hightech-Schnäppchen zu haben.

 
     
   
     
   
     
   
     
   
     
   
     
 
 
  25.02.2003  
  © by dieberlinerin 2003  
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