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Wir
- Frauen, Leben, Karriere |
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Hoch hinaus |
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Eine Frau im Cockpit |
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Jörg Plath
Sie ist erst 21, hat aber schon einen Großteil ihres Lebens in der Luft verbracht. Kati Herrmann hat die Lizenz zum Fliegen. Segelfliegen ist ihre Leidenschaft, der Airbus ihr Berufsziel.
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"Ein Bürojob wäre nichts für mich" |
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"Den Traum vom Fliegen habe ich seit der achten Klasse", sagt die sympathische junge Frau und ihre Augen leuchten - denn: "Ein Bürojob wäre nichts für mich." Traum und Wirklichkeit lagen nur wenige Kilometer auseinander. In Laucha, ihrem Heimatort, gab es eine Segelflugschule, deren Mitglied Kati schnell wurde. Dass sie von dem einen oder anderen in ihrem Umfeld belächelt wurde, nahm sie in Kauf.
Besondere Unterstützung fand sie dagegen in der Arbeitsgemeinschaft Segelflug an ihrer Schule. Die Schule besitzt ein eigenes Segelflugzeug. Inzwischen werden dort auch Kurse mit Schwerpunkt Luft- und Raumfahrt angeboten. Mit 17 Jahren hatte Kati Herrmann ihre Segelfluglizenz - noch vor dem Führerschein. Dabei sollte es nicht bleiben. Die ehrgeizige und selbstbewusste Frau bewarb sich bei der Lufthansa und bestand den anspruchsvollen Eignungstest.
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Jetzt wird’s heiß |
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Januar 2001. Aus Spaß wird Ernst. Vorbei, aber nicht vergessen, die unzähligen Theoriestunden Technik, Navigation, Funkverkehr, Meteorologie, Luftverkehrsrecht und Simulator.
Die heiße Sonne Arizonas lässt die Luft flimmern. Die Flugzeuge, die da stehen, sind aber keine Fata Morgana. Zum ersten Mal in einem richtigen Cockpit. Die praktische Ausbildung findet zunächst auf den Kleinflugzeugen "Piper Archer" und "Beech Bonanza" statt. Starten, fliegen, landen ...
Ab und zu kommt sie mal ins Schwitzen, trotzdem absolviert Kati Herrmann alle Trainingsstufen und erwirbt ohne Probleme die Grundlizenz. "Wenn's nicht geklappt hätte, wäre für mich eine Welt zusammen gebrochen." Plötzlich wirkt sie sehr ernst und blickt nach unten: "Die einzige Alternative wäre ein Job bei der Flugsicherung – wegen der Nähe zur Fliegerei." Nach einer kurzen Pause findet sie ihr Lächeln wieder.
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Der Airbus ist greifbar |
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Die Strapazen haben sich gelohnt. Die theoretische Abschlussprüfung zur Airline Transport Pilot Licence hat Kati Herrmann bestanden. 1300 Stunden Theorie. Geschafft!
Ihr nächstes Ziel ist die Typenlizenz. Auf die Flugschülerin wartet eine Familie – die der Airbusse A318 – A321. Zunächst geht es wieder zwei Monate lang in den Simulator. Dann, im Sommer 2003, wird Kati Herrmann zum ersten Mal einen Airbus A320 fliegen, als Co-Pilotin.
Zum ersten Mal in ihrem Leben wird sie für über 100 Passagiere mitverantwortlich sein. Bis zum vierten Streifen auf den Schulterstücken der Uniform, dem einer Flugkapitänin werden noch ein paar Jahre vergehen. Aber der Traum hat ein Ende – er wird Realität. Guten Flug!
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25.02.2003 |
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© by dieberlinerin 2003 |
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